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HSG Wittlich – SG Gösenroth/Laufersweiler 26:27 (16:10)
(R.S.) Noch einen Tag nach dem Spiel hatte Wittlichs Trainer Michael Göbel „eine gehörige Portion Wut im Bauch“. Ursache war der unerklärliche Leistungsabfall seines Teams im zweiten Spielabschnitt. Zunächst lief auf Wittlicher Seite alles nach Plan. Das Göbel Team diktierte das Spielgeschehen, hatte den Gast aus dem Hunsrück völlig im Griff, ließ in der Deckung nichts zu und zeigte sein schnelles Spiel nach vorne. Im gebundenen Angriff wurden die Spielkonzeptionen geduldig zu Ende gespielt und erfolgreich abgeschlossen. Wohl keiner der Zuschauer hatte zur Pause den Eindruck, dass der Wittlicher Erfolg in Gefahr geraten könnte. „Was dann passiert ist, kann ich mir immer noch nicht richtig erklären“, gestand Göbel. Über 17:12 kamen die Gäste auf 18:15 heran, dann verletzte sich Patrick Clemens auf Wittlicher Seite und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Die Mannschaft schob die Verantwortung mehr und mehr auf Sebastian Präder, konnte den Ausfall eines weiteren Leistungsträgers nicht mehr kompensieren. „Dies wurde immer deutlicher, es fehlt die Erfahrung mit solchen Spielsituationen umzugehen und so nahm ich beim 20:19 in der 45. Minute die Auszeit. Wir haben es dennoch nicht geschafft, die Abwehr zu stabilisieren, haben uns dumme Zeitstrafen gefangen und viele freie Chancen vergeben“ klagte Göbel. Über 24:24 wurde dann die spannende Schlussphase eingeläutet, die beim 26:26 zu einer klaren Wittlicher Chance führte. Chris Stelmach spielte den am Kreis frei stehenden David Clemens an, der jedoch das Anspiel nicht kontrollieren konnte. Die SG nutzte die Chance und erzielte den glücklichen Siegtreffer. „Ein Remis wäre dem Spielverlauf gerecht geworden“, fand Göbel.
HSG: Stoffel, Christophel – Nabakowski (3), Präder, D. Clemens (2), Link (1), Rudolphi (2), Kraeber (3), Ames, S. Praeder (6), Stelmach (7), P. Clemens (2), Plein, Lieser.
mosel-hanball.de vom 22.01.2012
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