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Artikel RZ 07/ 08
Roth sauer auf Schiedsrichter

Handball-Rheinlandliga: Umstrittenes Tor besiegelt Gösenrother Niederlage

TuS Daun - SG Gösenroth/L.     27:25 (14:12)

DAUN. Jürgen Roth war richtig sauer. Der Trainer der SG Gösenroth/Laufersweiler fühlte sein Team beim 25:27 im Rheinlandliga-Auswärtsspiel beim TuS Daun von den Schiedsrichtern um einen Punkt gebracht. In der 59. Minute markierte der TuS Daun beim Stande von 25:25 einen Treffer, der in Roths Augen auf keinen Fall hätte zählen dürfen. "Es war eindeutiges Stürmerfoul", erklärte der Coach, den die anschließende Erläuterung der Referees, warum sie nicht gepfiffen hatten, endgültig zur Weißglut trieb: "Sie haben zu mir gesagt, dass sie 59 Minuten lang kein Stürmerfoul gepfiffen hätten und deshalb nun auch in der letzten Minute bei so einem engen Spielstand keines pfeifen würden."

Trotz seiner enormen Wut blieb Roth aber sachlich genug, um festzuhalten, dass seine SG nicht alleine wegen dieser zweifelhaften Schiedsrichter-Entscheidung verloren hatte: "Wir haben mindestens zehn Großchancen vergeben und alleine drei Siebenmeter verworfen." Eine dieser gewaltigen Möglichkeiten hätte bedeutet, dass die SG mit nur einem Tor Rückstand in die Pause gegangen wäre, doch Michael Dreher verwarf den Tempogegenstoß. Beeindruckend allerdings war Gösenroths Kampfgeist. Obwohl das Team zwischenzeitlich beim 16:20 mit vier Toren hinten lag, schaffte es zwei Minuten vor Schluss jenen Ausgleich, auf den das zweifelhafte Dauner Tor folgte.    (sni)

SG Gösenroth: Lengert, Schmitz - Herrmann(1), Stumm (2/1), Dreher (1), Müller (6), Seidensal (4), Peltsch (4), J. Tatsch (3/1), A. Tatsch (4/2), Letzas.


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 10.03.2009, Seite 11.

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Gösenroth wird um den Sieg gebracht
Emotionsgeladenes Derby endet mit einem Remis

Die Lokalrivalen der HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch II und der SG Gösenroth/Laufersweiler blieben die Antwort auf die Frage, wer die beste Rheinlandligamannschaft in der Region ist, schuldig: Beim 30:30- Unentschieden durften sich in erster Linie die Gastgeber über einen glücklichen Punkt freuen.

HSG Irmenach/K./H. II - SG Gösenroth/L.   30:30 (11:16)

KLEINICH. Eigentlich hatte das Rheinlandliga-Derby zwischen der HSG Irmenach/ Kleinich/Horbruch II und der SG Gösenroth/Laufersweiler alles, was man sich von einem guten Handballspiel wünscht: eine Menge Tore, Spannung bis zur Schlusssirene und viele Emotionen. Da war es bedauerlich, dass die beiden Unparteiischen dem Duell der Hunsrück-Teams nicht gewachsen waren: Zunächst hatten sie mit ihren fragwürdigen Entscheidungen für beide Seiten die ohnehin schon emotionsgeladende Atmosphäre in der Hirtenfeldhalle noch aufgeheizt, ehe sie den eigentlich schon bezwungenen Gastgebern in der zweiten Hälfte durch übertrieben viele Zeitstrafen gegen die Gäste aus Gösenroth neues Leben einhauchten.

"Gösenroth war die bessere Mannschaft", musste auch der HSG-Verantwortliche René Vasek eingestehen. Bereits nach zehn Minuten hatten sich die Gäste einen Fünf-Tore-Vorsprung erarbeitet und die Tiefschlafphase des Vizemeisters eiskalt ausgenutzt. "Wir haben sehr schlecht angefangen", konstatierte Vasek. Und das sah so aus: harmlose Würfe auf das Tor von Michael Mann, schlechte Anspiele und eine löchrige Defensive. In dieser Phase hatte es die HSG alleine Jens Herber zu verdanken, dass die Gäste nicht noch deutlicher davonzogen - der Rückraumspieler erzielte die ersten vier Irmenacher Treffer.

Doch auch er konnte nicht verhindern, dass Gösenroth das Spiel dominierte und sich als deutlich wacher und willensstärker entpuppte. Von Beginn an machte die Mannschaft von Trainer Jürgen Roth deutlich, dass sie die Frage nach der besten Rheinlandligamannschaft im Umkreis zu ihren Gunsten entscheiden wollte. Die Gäste gingen in der Defensive aggressiv zu Werke und konnten im Angriff immer wieder Kreisläufer Tino Peltsch in Szene setzen, der mit neun Treffern der beste Gösenrother Torschütze war.

"Unsere Defensive hat überhaupt nicht funktioniert", deckte René Vasek das große Manko seiner Mannschaft auf. Es dauerte bis zur zweiten Halbzeit, ehe zumindest ein kleiner Ruck durch das Team der Gastgeber zu gehen schien. Der zwischenzeitliche zweifache Ausgleich zum 21:21 und 23:23 war allerdings mehr den Gösenrother Zeitstrafen als einer Irmenacher Überlegenheit anzurechnen. Denn lediglich in den Phasen, in denen die Gäste in Unterzahl spielen mussten, konnte die HSG-Reserve nochmals überzeugen.

Entsprechend schnell war dann auch der alte Vorsprung von vier Toren wieder hergestellt. Noch sieben Minuten vor dem Ertönen der Schlusssirene stand es 28:24 aus Sicht der Gäste. Aller Zeitstrafen zum Trotz hatte sich das Roth-Team nicht aus dem Konzept bringen lassen, und der Sieg war zum Greifen nah. Dann kam allerdings der große Auftritt der beiden Unparteiischen, die in den letzten Spielminuten fast jedes Gösenrother Foul mit einer Zeitstrafe ahndeten: Phasenweise waren bei den Gästen nur noch drei Feldspieler auf dem Platz. So war es für Irmenach ein leichtes, Tor um Tor aufzuholen. Ein Siebenmeter besorgte am Ende den schmeichelhaften Ausgleich. "Wir haben definitiv einen Punkt verloren, die Schiedsrichter haben mit zweierlei Maß gemessen", sagte der enttäuschte Jürgen Roth. Apropos Roth: Der wird auch in der kommenden Saison die Geschicke in Gösenroth lenken.    Sina Ternis

 

Statistik

HSG Irmenach/K./H. II    3011 )

SG Gösenroth/L.   3016 )

HSG Irmenach: Endel, J. Leonhard - L. Gerhard (1/1), A. Leonhard (6/1), Herber (12/3), B. Gerhard (3), Faller (2), Stelmach (1), Krafft (1/1), Engler (3), Weber (1), Schub.

SG Gösenroth: Mann, Lengert - D. Stumm, Dämgen (3), Müller (3), S. Stumm (1), Peltsch (9), Tatsch (3), Hübner (5), Klünder (6/3), Lisin.

Schiedsrichter: Plattner (Rheintal), Fislake (Rhein-Nette).

Zuschauer: 255.

Besonderheiten: Rote Karten für Dämgen, Müller (56., 59./beide SG) und Herber (59./HSG) wegen dritter Zeitstrafe.

Spielfilm: 0:4 (5.), 2:7 (10.), 4:10 (15.), 7:13 (22.), 14:19 (36.), 18:20 (40.), 21:21 (43.), 23:25 (48.), 24:28 (53.), 26:29 (55.), 27:30 (57.).

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Hunsrücker Prestigeduell steigt
HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch empfängt am Samstag die SG Gösenroth/Laufersweiler zum Derby

Ums Prestige geht es im Lokalduell der Handball-Rheinlandliga am heutigen Samstag um 19.30 Uhr zwischen der HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch II und der SG Gösenroth/Lau-fersweiler.

KLEINICH. Wer stellt das beste Handball-Rheinlandliga-Team der Region? Um nichts weniger als die Beantwortung dieser Frage dreht sich am Samstag ab 19.30 Uhr in der Kleinicher Hirtenfeldhalle alles, wenn die HSG Irmenach/ Kleinich/ Horbruch II und die SG Gösenroth/ Laufersweiler im Derby aufeinanderprallen.

Bis zum Anwurf, also etwa bis 19.29 Uhr, darf sich die HSG Irmenach II als die Nummer eins fühlen. Die gerade errungene Vizemeisterschaft und das glasklare 26:20 im Hinspiel verhelfen ihr zu diesem Status. Doch am Samstag muss das Team von Trainer Jürgen Fritz diese Spitzenstellung untermauern. Bei einer Heimniederlage zählen die aktuell sieben Punkte Vorsprung und der zweite Tabellenplatz in den Augen der Anhänger kaum noch etwas. Der letzte Eindruck bleibt haften.

Naturgemäß sieht das Irmenachs Trainer Jürgen Fritz etwas anders: "Wir sind Vizemeister, haben damit unser Ziel erreicht und können deshalb locker aufspielen." Locker aufspielen bedeutet allerdings nicht, dass die HSG nicht ernsthaft zur Sache gehen möchte. Fritz stellt klar: "Wir fiebern diesem Prestigespiel natürlich entgegen. Ich muss niemanden besonders motivieren, alle sind heiß."

Die gleiche große Hitze findet sich natürlich auch auf der Gegenseite. Wie wichtig dem Umfeld der SG Gösenroth dieses Derby ist, erzählt Trainer Jürgen Roth: "Egal, wo ich hinkomme, höre ich den Satz: Wenn ihr in Kleinich gewinnt, dann hättet ihr sogar absteigen können." Roth selbst sieht diese Partie nicht ganz so extrem: "Für mich ist das ein Spiel wie jedes andere auch - das ich mit meiner Mannschaft gewinnen möchte." Doch auch der SG-Trainer gibt zu: "Die Motivation ist schon deutlich höher als sonst. Die Jungs wollen das verkorkste Hinspiel wiedergutmachen, weil das schon ziemlich deprimierend war."

Ein weiterer Faktor wird dazu führen, dass die Spieler beider Mannschaften noch einmal alles aus ihrem Körper herauskitzeln werden. "Er ist nun mal der letzte Spieltag einer langen Saison", erklärt Fritz. "Jeder weiß, dass danach etwas Ruhe herrscht." Den letzten Motivationsrest liefert die Hirtenfeldhalle: "Für uns ist es sicher etwas Besonderes, vor wahrscheinlich vielen Zuschauern zu spielen", stimmt Roth zu.

Im personellen Bereich werden beide Teams versuchen, ihre zuletzt doch dünnen Kader aufzufüllen. Bei der HSG werden Akteure der vierten Mannschaft nach oben rücken, während Roth im Hinterkopf hat, sein Team möglicherweise mit Spielern der zweiten Mannschaft zu vergrößern. "Ich muss aber erst abklären, ob das möglich ist. Wenn nicht, ist das auch kein Problem, dann spielen die acht Leute, die zuletzt auch gepunktet haben."

Der Gösenrother Coach geht übrigens davon aus, dass Glück und die Form der Torhüter die Partie entscheiden. "Ich hoffe, dass uns in dieser Beziehung Michael Mann ein Abschiedsgeschenk bereiten wird", lacht Roth. Bekanntlich verlässt der Torhüter am Ende der Runde die SG. Von seiner Mannschaft erwartet Roth außerdem, dass sie bis zum Schluss powert: "Auch dann, wenn es passieren sollte, dass wir in Rückstand geraten. Im Hinspiel haben wir uns nämlich hängen lassen, als genau das geschehen ist."

Jürgen Fritz verlangt von seinem Team vor allem Kompaktheit. "Über eine gute Abwehrleistung können wir die Partie für uns entscheiden." Einig sind sich die beiden Coaches darüber, dass sich die Zuschauer wohl auf ein kämpferisches Spiel freuen dürfen. Und auf die Klärung der Frage, wer sich denn nun bis zum nächsten Derby als beste Hunsrücker Rheinlandliga-Mannschaft fühlen darf.   (sn)

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Zweiter SG-Erfolg in nur 48 Stunden
Starke erste Hälfte

SG Gösenroth - TuS Bannberscheid    35:31 (20:13)

RHAUNEN. Eine bemerkenswerte Energieleistung lieferte die SG Gösenroth/ Laufersweiler in der Handball-Rheinlandliga ab. Nur 48 Stunden nach dem Auswärtssieg in Welling fuhr das Team von Trainer Jürgen Roth auch in der heimischen Rhaunener Idarwaldhalle zwei Punkte ein. "Wir hatten zwischen den beiden Spielen auch noch eine Trainingseinheit absolviert. Also wurde unseren Spielern ein Pensum abverlangt, dass sie als Amateure eigentlich nicht gewöhnt sind. Dafür haben sie sich aber prima geschlagen", lobte Roth.

Speziell im ersten Durchgang war die SG Gösenroth/Laufersweiler die dominierende Mannschaft. Erstmals vor heimischer Kulisse präsentierte das Team das neue offensive Deckungssystem. "Das hat ziemlich gut geklappt", fand nicht nur Roth. Bannberscheid war chancenlos und lag zur Pause scheinbar aussichtslos mit 13:20 im Hintertreffen. In Durchgang zwei allerdings forderte die aufwendige offensive Deckungsweise ihren Tribut. Die SG Gösenroth brach kräftemäßig ein. "Es ist noch einmal ganz schön eng geworden", stellte Roth fest.

Nüchtern betrachtet war der TuS Bannberscheid aber chancenlos, denn näher als bis auf drei Tore brachte die Aufholjagd die Gäste nicht an die Gösenrother heran. Das lag daran, dass das Roth-Team trotz großer Ermüdungserscheinungen weiter diszipliniert blieb und leidenschaftlich kämpfte. "Mit dem Einsatz der Mannschaft war ich wirklich sehr zufrieden", meinte Roth, der aber auch zugab: "Am Schluss war ich froh, als die Zeit endlich abgelaufen war." Gerade beim Torabschluss machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar. Gösenroth ließ einige "Hundertprozentige" aus.   (sn)

Mann, Lengert - D. Stumm (7), Müller (6), S. Stumm (3), Peltsch (8), J. Tatsch (1), Hübner (7), Klünder (3/2).

 
Die SG Gösenroth überzeugt in Welling
Mannschaft von Jürgen Roth bereits am heutigen Samstag wieder gefordert

TV Welling - SG Gösenroth    32:37 (11:21)

GÖSENROTH. Im Nachholspiel der Handball-Rheinlandliga behielt die SG Gösen-roth/Laufersweiler beim TV Welling mit 37:32 die Oberhand. Vor allem in der ersten Halbzeit lieferte die Mannschaft von Trainer Jürgen Roth eine richtig starke Leistung ab und ging mit einem Zehn-Tore-Vorsprung in die Kabine. Gösenroth überzeugte mit einer starken Deckung und temporeichem Offensivspiel. Auch die zuletzt kritisierten Torhüter waren diesmal auf der Höhe. So parierte Michael Lengert in Durchgang eins gleich fünf scheinbar unhaltbare Bälle.

Im zweiten Abschnitt versuchten die Gastgeber, das Spiel noch einmal umzubiegen. Gösenroth ging nun nicht mehr so konzentriert zu Werke. Der TV Welling verkürzte erheblich, konnte Gösenroth aber zu keinem Zeitpunkt der zweiten Halbzeit mehr ernsthaft in Gefahr bringen. Kleiner als fünf Tore war der Gösenrother Vorsprung nie.

Am heutigen Samstag um 19.30 Uhr steht der SG Gösenroth schon die nächste Aufgabe bevor. In der heimischen Rhaunener Idarwaldhalle gastiert der TuS Bannberscheid. Den Schwung aus der Partie in Welling möchte Roth mitnehmen. "Wir müssen als Mannschaft genauso wie dort auftreten." Leichte Sorgen macht Christian Müller, der sich an einem Finger verletzt hat, doch Roth geht davon aus, dass er auflaufen kann.   (sn)

SG Gösenroth (in Welling): Lengert, Mann - D. Stumm (1), Dämgen (2), Müller (6), Peltsch (8), J. Tatsch (1), Hübner (6/1), S. Stumm (2), Klünder (11).

 
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