SG Gösenroth/Laufersweiler - HSG Kastellaun/Simmern 27:35 (15:17)
SOHREN. Ausgerechnet im Derby kam das Aus für Handball-Rheinlandligist
SG Gösenroth/Laufersweiler. Die HSG Kastellaun/Simmern verurteilte die
Mannschaft des scheidenden Trainers Jürgen Roth zum Abstieg in die
Verbandsliga. Weil drei Vereine den Weg nach unten antreten müssen, hat
die SG am letzten Spieltag beim TuS Westerburg keine Chance mehr auf
ein Happy End. Drei Absteiger gibt es deshalb, weil der insolvente
Regionalligist HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim
aufgelöst wird, der federführende TV Mülheim aber ein Anrecht darauf
hat, in der höchsten Klasse des Handballverbandes, eben in der
Rheinlandliga, zu spielen. "Wir steigen ab, weil andere nicht mit Geld
umgehen können", haderte ein gefrusteter Roth. Allerdings war der Coach
so ehrlich, um einzugestehen: "Wir sind selbst schuld." Die SG begann
gut und Kastellauns Trainer Daniel Fellenzer sah seine Befürchtungen
bestätigt: "Gösenroth hat mit viel Herz gespielt, während wir zunächst
den ganz großen Kampf vermissen ließen." 8:5 führte die SG, ehe es zum
ersten Bruch kam: "Wir haben zu viele Fehler gemacht und Dominik Wagner
nicht in den Griff bekommen", erklärte Roth. Wagner bot ein famoses
Spiel und war selbst durch eine Manndeckung nicht in den Griff zu
bekommen. Mit 15:17 ging es in die Pause.
Nach dem Wechsel kippte das Spiel beim Stand von 21:21. "Die
Gösenrother Kräfte haben nachgelassen", erläuterte Fellenzer. "Wir
haben unglaublich viele Gegenstoßtore kassiert", ergänzte Roth. "Wir
haben zu schnell abgeschlossen und wirkten wie gelähmt." (sni)
SG Gösenroth: Schmitz/ Faust - Herrmann (3), D. Stumm, Müller (3), S. Stumm (2), Seidensal (4), Peltsch (2), J. Tatsch (6), A. Tatsch (7/3), Lippik, Petkau.
HSG Kastellaun: Bach, von Hertell -
Wagner (10/1), Spreda (10/1), Trierweiler (5), Berg (4), Groß (1), de
Vries (2), Reuter (2), Link (1), Tasch, Wetstein, Horbach.