SG Gösenroth/Laufersweiler - HSG Irmenach III 25:25
SOHREN. Die SG Gösenroth/Laufersweiler hat die große Chance
verpasst, um Tabellenführer HSG Irmenach III die zweite
Saisonniederlage beizubringen und hat außerdem noch einen wertvollen
Punkt auf den Tabellenzweiten aus Wittlich verloren. "Nach diesem
Spielverlauf sind wir mit dem Punkt zufrieden", meinte HSG- Spieler Michael Kaiser.
SG-Trainerin Jutta Holl war da schon anderer
Meinung. "Wir fühlen uns einfach benachteiligt", tat sie ihrem Unmut
kund. Insbesondere die Aktion vor dem 25:25-
Ausgleichstreffer sah Holl nicht als siebenmeterwürdig an. Jens Herber
verwandelte eine Minute vor Schluss. Bei einer vergleichbaren
Entscheidung kurz zuvor hatte das Schiedsrichtergespann nicht auf den
Punkt gezeigt.
Die SG erwischte den besseren Start, führte schnell mit 3:0 und lag nach neun Minuten mit 4:5 letztmalig zurück. Im Rückraum agierte Gösenroth dynamisch, beweglich und variabel. Daniel Stumm und Martin Klünder waren von der defensiven 6:0-Abwehrformation der Gäste nie auszuschalten.
"Wir waren immer einen Schritt weg vom Gegenspieler", bemängelte Kaiser. Über 8:6 ging die SG mit 14:12 in die Pause.
Dass die HSG-Routiniers dranblieben, lag in erster Linie an der Wurfqualität von Herber und dem Ex-Gösenrother Florian Hübner. "Ich muss mich wieder hochdienen", erklärte er seinen Auftritt in der Dritten.
Gösenroth drehte zu Wiederbeginn mächtig auf und führte mit 20:15
(38.). Die ausgebuffte HSG holte sich ihre Auszeit, bei der
kurioserweise nur vier Spieler und zwei Betreuer miteinander
kommunizierten. Jedoch mit Erfolg, denn bei der SG war danach der
Spielfluss dahin und Einzelaktion sowie unvorbereitete Würfe
dominierten. "Wir haben zu undiszipliniert gespielt", beklagte Holl. Mit dem Anschlusstreffer 20:21 war die HSG wieder dran (48.). Der starke Markus Schmitz im SG-
Kasten hatte in dieser Phase zudem noch vier Hochkaräter bravourös
entschärft. Überragend fischte er Hübners Tempogegenstoß raus. Auf der
Gegenseite bot Elmar Frank einmal mehr eine souveräne Leistung.
Eine Energieleistung von Christian Müller brachte die SG mit 24:22
in Front (56.), sein Namensvetter Frank glich für Irmenach in Unterzahl
zum 24:24 aus. Jochen Tatsch traf zur erneuten Führung, ehe Herber den
Endstand markierte. "25 Gegentore sind in Ordnung", lobte Holl die
Defensivleistung. Nachteilig machte sich natürlich bei der HSG das
Fehlen von Markus Bach bemerkbar. Der rechte Rückraum des
Tabellenführers fand deshalb nicht statt. Gösenroth trat ohne Sascha
Herrmann an, der sich im Abschlusstraining eine schwere Bänderdehnung
zugezogen hatte. Frank Faber
SG Gösenroth: Schmitz, Lengert - Lisin, Stumm (8), Lippik, Müller (3), J. Tatsch (3), Gerhard (1), A. Tatsch (1), Klünder (9/1)
HSG Irmenach: Frank, Sonne - Daniel (2/1). Müller (1), Krämer, Born, Kühne, M. Tatsch, Zürbes (1), Hübner (7), Herber (10/1),Fink, Kaiser (4)